Im Zeichen der Musik unterwegs

Blasmusik-Kreisverband zieht Bilanz - Ein Thema ist Finanzierung von Aktivitäten durch Spender


Über siebzig Vereinsorchester, rund fünftausend Mitglieder und ungezählte Veranstaltungen. Wenn der Blasmusik-Kreisverband zur Jahreshauptversammlung lädt, bleibt es nicht bei nur einer Tasse Kaffee. Wenn dann der Nachschub - idealerweise gepaart mit Butterbrezel und Käsekuchen - von Gastgebern wie dem MSV Bachenau organisiert wird, gerät auch ein knapp vierstündiger Parforceritt durch Kassenberichte, Vorstandswahlen und Entlastungen zu einer Veranstaltung mit veritablem Unterhaltungswert.
Da versteht es hier Gundelsheims Bürgermeisterin Heike Schokatz die wettbewerbsfähige Schönheit des Teilortes Bachenau als dörfliches Kleinod auf der „Krummen Ebene“ ins rechte Licht zu setzen, da unterstreichen dort Jugend- und Hauptorchester eindrucksvoll die Rolle der Blasmusikvereine im ländlichen Raum. Vom würdigen Gedenken an die verstorbenen Verbandsmitglieder mit Friedrich Silchers „Ich hatte einen Kameraden“ bis zur launigen Einladung auf den Pariser Montparnasse mit Edith-Piaf-Evergreens - die perfekte Steilvorlage für Verbandspräsidentin Friedlinde Gurr-Hirsch, ein ereignisreiches Jahr Revue passieren zu lassen. Mit Themen etwa rund um die Bundesgartenschau. Vom „Tag der Blasmusik“, der auch als Hitzerekord in die Verbandsannalen eingehen wird bis zur lokalen Berichterstattung, die dem Engagement der Akteure nach Ansicht Gurr-Hirschs nicht immer gerecht wurde.
Um das allerdings sollte man sich nach Einschätzung von Jugendleiter Gerd Wolss keine Sorgen machen. Fielen die Pfingstkurse auf dem Eppinger Ottilienberg zunehmend anderweitiger Ferienplanung des ambitionierten Nachwuchses zum Opfer, seien zu Ostern und in den Herbstferien die D- und C-Kurse, die bis zur Dirigentenreife führen, kein Thema.
All das will jedoch finanziert sein. „Die Spender stehen nicht vor der Haustüre“ gibt die Finanzexpertin Annette Haas zu bedenken und verweist auf die glücklichen Umstände von großzügigen Spenden der Dieter-Schwarz-Stiftung für kostenintensives Instrumentarium und der Kulturstiftung der Kreissparkasse Heilbronn für die Förderung der Mentorenlehrgänge als idealem Medium in der Vermittlung von Theorie, Haftungsfragen und Rhetorik in der Jugendarbeit.
Und der Vorstand selbst? Wenig ändert sich. Reinhold Dick verabschiedet sich als erster stellvertretender Vorsitzender um diese Funktion an Rainer Hoffmann weiterzugeben, dessen Posten wiederum von Laufens MV-Präsident Karsten Wiese übernommen wird.
Wenn dann noch der flammende Appell des Kreisverbandsdirigenten Martin Funk zur Teilnahme am diesjährigen Wertungsspiel Wirkung zeigt, dürfte unter der Ägide von Geschäftsführerin Birgitt Daub das alte und neue BKV-Vorstandsteam wieder bestens an den Start gehen können. Ganz im Sinne des Gastreferenten Professor Hermann Wilske im Bezug auf „Musikkultur im ländlichen Raum“: „… es geht uns richtig gut hier in Baden-Württemberg“.
Nach den Wahlen:
wenig personelle Veränderungen Bei den Vorstandswahlen der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Blasmusik-Kreisverbandes Heilbronn gab es nur wenig personelle Veränderungen. Nach dem Ausscheiden von Reinhold Dick, Träger der renommierten „Erich-Ganzenmüller-Medaille“ in Bronze, als langjähriger erster stellvertretender Vorsitzender folgt ihm auf diesen Posten Rainer Hoffmann. Hoffmanns bisherige Funktion als zweiter stellvertretender Vorsitzender wird künftig von dem Vereinspräsidenten der Stadtkapelle Lauffen, Karsten Wiese, übernommen. Erneut im Amt bestätigt wurden Friedlinde Gurr-Hirsch als Verbandspräsidentin, Gerd Wolss als Verbandsjugendleiter, Carina Keßler als Protokollführerin und Kreiskassiererin Annette Haas, die für ihre 15jährige Tätigkeit im Verbandsvorstand mit der Ehrenmedaille in Silber geehrt wurde. Komplettiert wird der Vorstand durch Geschäftsführerin Birgitt Daub, Kreisverbandsdirigent Martin Funk, den stellvertretenden Jugendleiter Michael Ottenbacher, Marcel Reischl als stellvertretenden Kassier und Medienreferent Daniel Krauss. Neu geschaffen wurde das Amt des Pressereferenten. Hierfür konnte Andreas Sprachmann aus Untergruppenbach gewonnen werden.

 

Andreas Sprachmann


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