Jungmusiker besuchten das Europäische Parlament

Musiker auf Reisen

Auf Initiative der Vorsitzenden Friedlinde Gurr-Hirsch MdL hat der Blasmusikkreisverband Heilbronn die Jugendleiterinnen und Jugendleiter der Mitgliedsvereine zu einer Tagesfahrt nach Straßburg eingeladen. Auf dem Programm standen ein Besuch des Europäischen Parlaments, eine Diskussion mit dem Europaabgeordneten Rainer Wieland sowie eine Stadtführung und Freizeit zum Bummeln. „Die Exkursion war ein Dankeschön für die wertvolle ehrenamtliche Arbeit der Jungmusiker und trug gleichzeitig zum gegenseitigen Kennenlernen von Gleichgesinnten bei“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch hervor. Ihr war es sehr wichtig, den engagierten jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich zu vernetzten.

In Straßburg angekommen, nutzte Markus Kleemann, Parlamentarischer Referent im Abgeordnetenbüro von Friedlinde Gurr-Hirsch, die verbleibende Zeit, um die Stellung des Europäischen Parlaments im Institutionengefüge sowie dessen Aufgaben und Zusammensetzung zu erläutern. Danach konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Rainer Wieland, Vizepräsident des Europäischen Parlaments und CDU-Abgeordneter für die Region Stuttgart und Heilbronn, zu seiner täglichen Arbeit und aktuellen Europapolitiken befragen. Davon wurde reichlich Gebrauch gemacht. Fast zwei Stunden diskutierten die Jungmusiker über Themen wie die europaweiten Folgen des Arabischen Frühlings oder die aktuelle Abhöraffäre.

Da im Europaparlament offiziell bereits Sommerpause ist, konnte bei der anschließenden Führung durch das Gebäude ein „Blick hinter die Kulissen“ des Parlamentsbetriebs gewährt werden. Rainer Wieland führte die Gruppe sowohl in Sitzungssäle und Presseräume als auch in den Plenarsaal des Parlaments. Dabei legte er großen Wert darauf, die jungen Menschen von den Vorteilen der Europäischen Union zu überzeugen, die vor allem ein großes Friedensprojekt ist. „Es ist ein Erfolg der Staatengemeinschaft, dass wir seit fast 70 Jahren in Frieden leben. Das ist ein besonderes Privileg, für das es sich jeder Einsatz lohnt“, so Wieland. Seiner Meinung nach ist es auch für die Zukunft der Union von großer Bedeutung, dass die Europäer vor allem miteinander und nicht übereinander reden. „Letzteres hat in den letzten Jahrhunderten immer zu Kriegen und Konflikten geführt“, konstatierte der Europaabgeordnete.

Im Rahmen der Stadtbesichtigung erfuhren die Musikerinnen und Musiker viel über die von Deutschland und Frankreich geprägte wechselvolle Entwicklung Straßburgs und des Elsasses. Durch die weitgehend intakten Stadtteile, die die Bedürfnisse und das Stilempfinden der Menschen über die Jahrhunderte hinweg wiederspiegeln, konnte Geschichte erlebt werden. Besonders beeindruckend war das Münster, das in über 250 Jahren Bauzeit errichtet wurde und von 1647 bis 1874 mit dem 142 Meter hohen Nordturm das höchste Bauwerk der Menschheit war.

Auf der Rückfahrt waren sich alle darin einig, einen sehr abwechslungsreichen und interessanten Tagesausflug erlebt zu haben. „Solche Angebote tragen dazu bei, dass die ehrenamtliche Arbeit in der Blasmusik auch für die junge Generation attraktiv ist“, betonte der Kreisjugendvorsitzende Gerd Wolss, der die Gruppe an diesem Tag begleitete. „Letztlich ist dies auch eine Vorbereitung auf zukünftige Führungsaufgaben in den Vereinen“, so Gurr-Hirsch, die sich als Kreisvorsitzende in Heilbronn stets für die Jugendarbeit einsetzt.


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