
Mentorenlehrgang 2011 im Blasmusikkreisverband Heilbronn
Eine Woche gemeinsam musizieren, lachen, neue Freunde finden und learning-by-doing. So sieht das Fazit des dritten Mentorenlehrgangs des Blasmusikkreisverbandes aus. 14 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren aus dem ganzen Kreis verbrachten die letzte Woche ihrer Sommerferien auf dem Ottilienberg in Eppingen.
Ziel des Lehrgangs ist es, Jugendlichen, die im Heimatverein durch besonderes Engagement auffallen, eine Ausbildung zu ermöglichen, die sie unter anderem dazu befähigt, in absehbarer Zeit als Dirigent oder Jugendleiter vor einem Orchester oder Ensemble zu stehen.
Vielfalt ist das höchste Gebot was die Gestaltung des Stundenplans anging. Drei Dozenten brachten den angehenden Mentoren in verschiedenen Fächern das bei, was an Aufgaben im Heimatverein auf sie warten wird. Peter Pfeiffer, Dirigent des Verbandsjugendorchesters, gab seine langjährige musikalische Erfahrung im Fach Orchesterarbeit weiter. Zudem erklärte er den Jugendlichen was sie beim Arrangieren und beim Partituraufbau beachten müssen.
Besonders gefallen hat den Teilnehmern, dass sie andere selbst kritisieren konnten und im Gegenzug dazu auch ein Feedback für sich selbst von der ganzen Gruppe und nicht nur dem Dozenten bekamen. Ein weiterer wichtiger Teil der Ausbildung war die Gehörbildung, die Daniela Strauß, Lehrerin und Dozentin auf vielen solchen Seminaren, unter anderem durch den Gesang trainierte. Sie gab auch ganz praktische Tipps mit auf den Weg, wie zum Beispiel ein Programm für welchen Anlass gestaltet werden sollte oder wie kann ich aus einem Orchester das maximale herausholen, beispielsweise im Bezug auf Probenzeiten.
Gerd Wolss, der selbst die Musikschule Schozachtal leitet, brachte jeden Morgen mit seiner „Body Percussion“ Schwung in die Gruppe und schulte somit das Rhythmusgefühl der Jugendlichen. Das Fach, welches wohl allen den meisten Spaß bereitete, war die Instrumentenkunde. Jeder musste mindestens ein anderes Instrument in dieser einen Woche so beherrschen lernen, dass einfache Stücke zusammen gespielt werden konnten. So bekommen die Jugendlichen ein Gespür für andere Instrumente und können später besser auf die Probleme der Musiker eingehen.
Am Ende dieser gemeinsamen Woche stand ein Abschlusskonzert, auf das während der ganzen Woche hingearbeitet wurde und dessen Resultate der Öffentlichkeit gekonnt präsentiert wurden. Die Jugendlichen dirigierten das erste Mal vor Publikum. Das war gar nicht so einfach, denn einerseits waren die Jugendlichen ziemlich nervös, andererseits bildeten die 14 Teilnehmer zusammen nicht ganz die optimale Orchesterbesetzung.
Der Mentorenlehrgang beinhaltete noch zwei weitere Workshops, die an den folgenden Samstagen in Untergruppenbach stattfanden. Beide Male ging es um überfachliche Themen. Ralf Mandel von der AIM Heilbronn-Franken referierte darüber, wie die Mentoren motivieren und verschiedene Aufgaben organisieren können, wie sie authentisch auftreten können und Kompetenz unter Beweis stellen können. Alles wichtige Punkte, da der Altersunterschied zwischen den Mentoren und der zu leitenden Gruppe häufig verschwindend gering ist. Der zweite Samstag-Workshop beschäftigte sich mit Freizeitorganisation und Spielpädagogik. Dazu hielt Kreisjugendpflegerin Anja Fuchs nicht nur einen Vortrag, sondern probierte verschiedene Spiele mit den Teilnehmern aus. Spannend war auch das Planspiel „Voll die Party!“ von Bernhard Kocka, Suchtbeauftragter des Landratsamtes Heilbronn, der den Jugendlichen nicht nur in ihrem Wirken als Mentor nahe legte, auf die Zeichen des Körpers zu achten und seine Grenzen bezüglich des Alkoholkonsums zu kennen.
Im Großen und Ganzen wurden die Jugendlichen durch die unterschiedlichen Dozenten und theoretische wie auch praktische Ausbildungsteile gut auf die Aufgaben vorbereitet, die sie erwarten werden. Der Spaß kam bei alle dem aber nicht zu kurz. Micha Kible vom Musikverein Brackenheim sagte nach dem Mentorenlehrgang: „Ich fand den Mentorenlehrgang wirklich gut, vor allem gefiel mir sehr gut, dass es am Ende keine Prüfung gab, sondern man mitnehmen konnte was man wollte.“
Die 1. Vorsitzende des Blasmusikkreisverbands Friedlinde Gurr-Hirsch übereichte in einer kleinen Feierstunde den jungen Mentorinnen und Mentoren zum Abschluss des Lehrgangs ihre Zertifikate.
Laura Hertner
Kreismentoren
Die nächsten Termine
- 25.02.2012 Musikverein Obereisesheim - Jahresfeier - 50 Jahre MVO
- 03.03.2012 Blasmusikkreisverband Heilbronn e.V. - Jahreshauptversammlung
- 03.03.2012 Musikverein Grombach - Mitgliederversammlung
- 03.03.2012 Stadtkapelle, Musikverein Lauffen am Neckar - Mitgliederversammlung
- 17.03.2012 SBF Big Band Bad Friedrichshall - "Best of..." 35 Jahre SBF Big Band aus Bad Friedrichshall



